Jannike Brehmer
Schreibt bei Meditations-Tagebuch
Über mich
36 Jahre, Senior UX-Designerin in einer Düsseldorfer Agentur, und seit Oktober 2023 auf einem Weg, den ich mir nicht ausgesucht hatte.
An einem Montagmorgen saß ich beim zweiten Kaffee und kam einfach nicht vom Stuhl hoch. Keine körperliche Erschöpfung, eher eine Leerstelle: Ich wusste nicht mehr, wozu. Mein Hausarzt hat das Wort Burnout benutzt. Ich hätte lieber gesagt, ich bin einfach müde. Er hat mich krankgeschrieben, und plötzlich hatte ich Zeit ohne Agenda.
Anfang 2024, in der ambulanten Nachversorgung, sollte ich eine tägliche Routine aufbauen. Klein, konkret, wiederholbar. Ich habe mich für die 21-tägige Meditations-Reise von kraftquellegeist entschieden, zwanzig Minuten täglich, angeleitet, klar strukturiert. Beruflich entwerfe ich Nutzerabläufe, also war mir die Struktur das Entscheidende. Was inhaltlich dahinterstand, habe ich erstmal offengelassen.
Aus den drei Wochen wurde ein Jahr. Morgens, werktäglich, meistens vor dem ersten Kaffee, auf der Matte links neben dem Heizkörper unter dem Fensterbrett. Das Eichenparkett knarzt beim ersten Schritt in den Wohnraum kurz vor sechs, und die Stirn an der kühlen Fensterscheibe ist inzwischen so vertraut wie der Wecker. Seit Frühjahr 2025 kommen Channeling-nähere Kurse aus dem ChannelingKongress-Cluster dazu, vorsichtig, weil ich nicht alles sofort glauben will. Notiert wird trotzdem alles, sonst weiß ich hinterher nicht mehr, was ich eigentlich erlebt habe.
Meine Schulfreundin Tabea, die seit der Oberstufe in Köln unterrichtet, hält das für einen freundlichen Spleen und ruft trotzdem sonntags an, wenn sie selbst nicht schlafen kann. Mein Kollege Lorenz im Büro fragt höchstens beiläufig an der Kaffeemaschine nach, nie tiefer. Beides ist mir recht. Diese Praxis muss nicht jedem erklärt werden.
Was ich hier mache, ist Protokollieren: dieselbe Disziplin, mit der ich beruflich Nutzererfahrungen dokumentiere, jetzt angewendet auf die eigene Praxis. Eine Therapieausbildung steht nicht dahinter, und das schreibe ich bewusst dazu, damit klar bleibt, was diese Seite ist und was nicht: keine Anleitung, kein Ratgeber, sondern Sonntagabend-Notizen einer Person, die mitschreibt, während sie selbst noch lernt.
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Diese Seite ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Wer aktuell in einer Burnout-Phase steckt oder mit Depression, Angst oder anhaltender Überforderung kämpft, sollte sich an die Hausärztin, den Hausarzt oder eine approbierte Psychotherapeutin wenden. Eine App oder ein Onlinekurs sind kein Ersatz dafür, das war bei mir auch nicht anders.