Meditations-Tagebuch

Intuitive Entscheidungen: Wie Channeling meine UX Design Arbeit verändert

2026.06.01
Intuitive Entscheidungen im UX Design nach Burnout: Figma-Screen und Notizbuch am Abend in der Carlstadt-Wohnung

Dreizehn Varianten eines einzigen Onboarding-Screens lagen an jenem Abend vor mir auf dem Bildschirm, und keine einzige fühlte sich richtig an. Das ist die Stelle, an der viele UX-Design-Entscheidungen hängen bleiben: Die Daten zeigen mehrere plausible Wege, aber keiner sticht wirklich heraus. Seit meinem Burnout-Ausfall gehe ich an solche Momente anders heran als früher – nicht statt der Analyse, sondern zusätzlich zu ihr. Dieser Text stellt zwei Vorgehen nebeneinander, die ich als Designerin inzwischen bewusst trenne: die rein datengetriebene Entscheidung und die intuitive Entscheidung aus meiner Channeling-Erfahrung.

Kurzer Hinweis vorweg, weil er in beide Vorgehen hineinspielt: Ich verlinke hier zu Kursen, die Teil meines eigenen Wegs nach dem Ausfall waren, darunter die 21-tägigen Meditations-Reise und der ELBEN-Kurs weiter unten. Bei einer Buchung über diese Links bekomme ich eine kleine Provision, dein Preis bleibt gleich. Ich schreibe nur über das, was ich in meiner eigenen Praxis in der Carlstadt-Wohnung tatsächlich genutzt habe.

Zwei Wege zu einer Design-Entscheidung

Die meisten meiner Arbeitstage laufen rein analytisch, seit ich nach dem Ausfall wieder im Agentur-Alltag angekommen bin – wie dieser Wiedereinstieg im Einzelnen ablief, erzähle ich an anderer Stelle ausführlicher. Ich protokolliere Nutzerstimmen, werte Klickpfade aus und baue Personas, die auf echten Interviews beruhen. Bevor ich zur täglichen Sitzpraxis kam, hatte ich zwei Wochen lang jeden Abend Calm und Headspace ausprobiert – blieb aber bei keiner der beiden Stimmen aus den Kopfhörern hängen, es fühlte sich wie ein weiteres To-do zwischen zwei Meetings an. Was schließlich blieb, war eine eigene, kürzere Form: zwanzig Minuten auf einem Kissen, ohne App, ohne Ansage. Wie genau dieser Morgen-Anker vor dem Pendeln in die Agentur meinen Tagesablauf inzwischen strukturiert, beschreibe ich an anderer Stelle ausführlicher.

Neben dieser Routine ist seit dem Frühjahr 2025 eine zweite Ebene dazugekommen, die ich anfangs selbst skeptisch beäugt habe: Channeling, eingeübt über den ELBEN Online Kurs mit Christine Arana Fader, war für mich die logische Fortführung meiner spirituellen Weiterentwicklung nach dem Burnout. Wie diese erste Begegnung mit dem Konzept unerwartete Schnittmengen mit meinem sonst so nutzerzentrierten Denken offenbarte, erzähle ich an anderer Stelle ausführlicher – hier interessiert mich nur, was seither in meiner eigentlichen Arbeit als Designerin damit passiert.

Channeling-Erfahrung im UX-Design-Alltag: Nahaufnahme von Wireframe-Skizzen neben dem Laptop im Abendlicht

Wann reicht die Datenlage – und wann nicht?

Anfang Mai bekam ich ein Projekt für einen Finanzdienstleister, bei dem die Klickdaten klar auf Variante A zeigten, während der Kunde selbst hartnäckig auf sein Bauchgefühl für Variante B pochte. Im Meeting versuchte ich, meine eigene intuitive Antwort geradezu herbeizuzwingen, während im Hintergrund die Kaffeemaschine der Agentur unüberhörbar mahlte und zwei Kollegen gleichzeitig Rückfragen stellten. Genau in solchem Lärm merke ich, wie sehr mich offene Grundrisse und viele gleichzeitige Gesprächsfäden erschöpfen – ein Thema, dem ich an anderer Stelle mehr Raum gebe, als hier möglich ist.

Die Kaffeemaschine mahlte lauter als jedes Bauchgefühl

Es scheiterte kläglich. Ich verlor mitten im Satz den Faden und musste das Meeting kurz unterbrechen, um mich zu sortieren. Kein Geistesblitz, keine Eingebung, nur eine kurze, unangenehme Stille am Konferenztisch. Tabea, meine alte Schulfreundin, hörte sich die Geschichte später am Telefon an und meinte nur: „Dann probier's halt zu Hause noch mal, nicht im Meeting." Kein weiterer Kommentar, kein Trost, einfach der nächste Satz im Gespräch.

Zu Hause, ein paar Stunden später, klappte es anders. Auf dem Weg zurück in die Wohnung bin ich eine Runde über den Hafenspazierweg am Wasser im Medienhafen gelaufen, ohne bewusst über die Aufgabe nachzudenken. Danach legte ich mich kurz auf den knarzenden Eichenboden in der Mitte meines Zimmers, den Blick auf den feinen Riss oben links in der Stuckdecke gerichtet, den Schreibtisch zum stillen Innenhof hin im Rücken, und ließ die Gedanken an das Meeting einfach liegen.

An einem Mittwochabend kurz darauf rollte ich die Matte neben der Heizung aus, direkt unter dem Fensterbrett, und setzte mich zwanzig Minuten hin. Erst als ich die Augen wieder öffnete, fiel mir auf, dass ich kein einziges Mal auf die Uhr geschaut hatte. Vor der Sitzung hatte ich die Stirn kurz gegen die kühle Fensterscheibe gelehnt, der Innenhof lag noch fast dunkel da. Danach hatte ich eine dritte Option für die gesamte User-Journey im Kopf, die im Meeting niemand vorgeschlagen hatte – weder Variante A noch Variante B.

Elben-Kurs Reflexion nach der Meditation: Blick auf das Stuck-Relief an der Altbau-Decke in Düsseldorf

Channeling-Erfahrung als zweite Datenquelle: das Kribbeln in den Fingerspitzen

Was in solchen Momenten passiert, beschreibe ich mir selbst nüchtern, fast wie ein weiteres Datenfeld in einer Tabelle: ein feines Kribbeln in den Fingerspitzen, das auftaucht, wenn eine Entscheidung nicht nur rechnerisch, sondern auch stimmig ist. Das ist kein Ersatz für Klickdaten oder Interviews, sondern ein zusätzlicher Signalkanal, den ich über die Wirkung meiner täglichen Meditation im Alltag erst richtig kennengelernt habe.

In der gemeinsamen Meditationsgruppe, in der ich seit einer Weile mitlese, protokolliert Helge Wustmann jede einzelne Sitzung auf die Minute genau, mit Uhrzeit und Dauer. Meine eigene Art, das Kribbeln oder die Ruhe nach einer Sitzung festzuhalten, ist lockerer – ein Satz am Abend in meinem eigenen Tagebuch reicht mir meistens, ganz ohne Zeitstempel. Beide Formen des Protokollierens haben ihren Platz, nur eben zu unterschiedlichen Zwecken.

Wähle die Analyse, wenn die Zahlen eindeutig sind – wähle die Intuition, wenn sie es nicht sind

Für mich hat sich daraus eine klare Faustregel ergeben, die ich seither auch im Team so vertrete: Wenn die Klickdaten und die Nutzerinterviews eindeutig in eine Richtung zeigen, ist jede weitere Suche nach einem intuitiven Signal reine Zeitverschwendung – dann zählt die Analyse und sonst nichts. Erst wenn zwei belastbare Quellen sich widersprechen, wie Klickdaten gegen das Bauchgefühl eines Kunden, oder wenn die Datenlage schlicht zu dünn ist, hole ich mir bewusst die zweite, intuitive Ebene dazu, und zwar erst nach einer Sitzung, nie mitten im lauten Meeting.

Wichtig bleibt dabei die Grenze, die ich mir nach dem Ausfall gesetzt habe: Ich bin weder Ärztin noch Therapeutin, und dieser Text beschreibt ausschließlich meinen persönlichen Umgang mit Entscheidungen im Job. Wenn dich deine eigene Arbeit oder Psyche an den Rand der Erschöpfung bringt, sprich bitte mit einer Fachperson – Meditation und Channeling sind für mich Werkzeuge, kein Ersatz für Behandlung. Bei meinen eigenen Pausen am Arbeitsplatz achte ich inzwischen bewusst darauf, dass sie wirklich der Erholung dienen und nicht zu einer neuen Form von Leistungsdruck werden.

Wer selbst schon länger täglich sitzt und nach einer strukturierten nächsten Stufe sucht, findet im ELBEN-Kurs vielleicht das, was bei mir aus einer reinen Rückkehr zur Stabilität eine zusätzliche Ebene für Entscheidungen im Job gemacht hat – kein Ersatz für die Analyse, sondern eine zweite Stimme, die ich inzwischen ernst nehme, wenn die erste allein nicht reicht.

Hinweis: Diese Webseite dient ausschließlich der Information und Unterhaltung. Ich bin kein Arzt, Finanzberater oder Anwalt. Holen Sie sich professionellen Rat, bevor Sie Entscheidungen zu Gesundheit oder Finanzen treffen.